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title: "DIN 66025 G-Code Liste: Aufbau und wichtigste Befehle"
description: "DIN 66025 ist die Norm für CNC-Programme. Hier sind der Programmaufbau, die wichtigsten G-Codes und M-Befehle und wie du ein Programm sicher liest."
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author: "Lawrence Arya"
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published: 2026-06-08
updated: 2026-06-08
category: "Code reference"
tags: ["din 66025", "g-code", "cnc", "deutsch"]
lang: de
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# DIN 66025 G-Code Liste: Aufbau und wichtigste Befehle

> **TL;DR** DIN 66025 ist die deutsche Norm für den Aufbau von CNC-Programmen und entspricht der internationalen ISO 6983. Ein Programm besteht aus Sätzen, jeder Satz aus Wörtern mit Adressbuchstabe und Zahl. Die G-Codes sind Wegbedingungen wie G00, G01 und G54, die M-Befehle sind Zusatzfunktionen wie M03 und M30. Lerne zuerst den Aufbau, dann den kleinen Kern an Codes.

Wer mit CNC-Programmierung beginnt, stößt schnell auf DIN 66025. Diese Norm legt fest, wie ein CNC-Programm aufgebaut ist, und sie ist der Grund, warum Programme auf den meisten Steuerungen so ähnlich aussehen. Die gute Nachricht: Hinter dem amtlich klingenden Namen steckt eine einfache, logische Struktur und ein kleiner Kern an Befehlen. Wenn du den Aufbau verstehst und die wichtigsten G-Codes und M-Befehle kennst, kannst du den Großteil der Programme lesen und prüfen.

Diese Übersicht erklärt, was DIN 66025 ist, wie ein Programm nach der Norm aufgebaut ist, welche G-Codes und M-Befehle am wichtigsten sind und wie du sie dir dauerhaft einprägst. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der Struktur, denn genau das macht das Lesen eines Programms überschaubar.

## Was ist DIN 66025?

DIN 66025 ist die deutsche Norm für die Programmierung numerisch gesteuerter Maschinen, und sie ist eng mit der internationalen Norm ISO 6983 abgestimmt. Sie definiert den Satzaufbau eines NC-Programms, die Adressbuchstaben und die Bedeutung der wichtigsten Funktionen. Praktisch bedeutet das: Der [G-Code](https://de.wikipedia.org/wiki/G-Code), den du auf einer Fanuc, einer Siemens oder einer anderen Steuerung siehst, folgt im Kern derselben Norm, auch wenn einzelne Hersteller eigene Erweiterungen hinzufügen.

Wichtig ist zu verstehen, dass die Norm den Rahmen vorgibt, nicht jeden Sonderfall. Der Kern, also die Wegbedingungen und die Zusatzfunktionen, ist genormt und überall gleich, und genau diesen Kern lohnt es sich zuerst zu lernen.

## Der Aufbau eines Programms nach DIN 66025

Ein NC-Programm besteht aus Sätzen, und jeder Satz besteht aus Wörtern. Ein Wort setzt sich aus einem Adressbuchstaben und einer Zahl zusammen, zum Beispiel G01, X50 oder F200. Der Adressbuchstabe sagt, um welche Art von Information es geht, die Zahl gibt den Wert an. So weiß die Steuerung bei X50, dass es um die X-Koordinate mit dem Wert 50 geht. Diese klare Struktur ist der eigentliche Kern von DIN 66025.

Hier die wichtigsten Adressbuchstaben, die in fast jedem Satz vorkommen.

| Adresse | Bedeutung |
| --- | --- |
| N | Satznummer |
| G | Wegbedingung, etwa Eilgang oder Vorschub |
| M | Zusatzfunktion, etwa Spindel oder Kühlmittel |
| X Y Z | Koordinaten der Achsen |
| F | Vorschub |
| S | Spindeldrehzahl |
| T | Werkzeug |

Wer diese Adressen kennt, kann fast jeden Satz lesen, denn er weiß sofort, ob es um eine Bewegung, eine Funktion, eine Koordinate oder einen Wert geht. Statt einen Satz Zeichen für Zeichen zu entziffern, liest man ihn dann nach Adresstypen, und das macht selbst lange Programme schnell überschaubar.

## Die wichtigsten G-Codes nach DIN 66025

Die G-Codes heißen in der Norm Wegbedingungen, weil sie die Art der Bewegung bestimmen. Diese solltest du zuerst lernen.

| Code | Bedeutung |
| --- | --- |
| G00 | Eilgang, schnelles Positionieren |
| G01 | Geradlinige Bewegung mit Vorschub |
| G02 / G03 | Kreisbogen im / gegen den Uhrzeigersinn |
| G17 | Ebenenauswahl XY |
| G54 bis G59 | Nullpunktverschiebung, Werkstücknullpunkt |
| G90 / G91 | Absolut- / Kettenmaß |
| G40 / G41 / G42 | Aufheben / linke / rechte Fräserradiuskorrektur |

Eine Referenz wie die [G-Code-Liste von LinuxCNC](https://linuxcnc.org/docs/html/gcode/g-code.html) nennt die Bedeutung jedes Codes klar, und ausgedruckt ergibt sie einen guten Lernzettel. Wer den Unterschied zwischen einzelnen Codes vertiefen möchte, findet etwa beim [Unterschied zwischen G02 und G03](/journal/unterschied-g02-g03-eselsbrucke) eine praktische Eselsbrücke.

## Die wichtigsten M-Befehle

Die M-Befehle heißen Zusatzfunktionen oder Schaltfunktionen, weil sie Maschinenfunktionen ein- und ausschalten statt Bewegungen zu steuern.

| Code | Bedeutung |
| --- | --- |
| M03 / M05 | Spindel ein (Rechtslauf) / Spindel aus |
| M06 | Werkzeugwechsel |
| M08 / M09 | Kühlmittel ein / aus |
| M00 / M01 | Programmierter Halt / Wahlweiser Halt |
| M30 | Programmende mit Rücksprung |

Die M-Befehle umrahmen gewissermaßen den eigentlichen Schnitt: Am Anfang richten sie die Maschine ein, am Ende fahren sie sie herunter. Eine ausführlichere Übersicht der Schaltfunktionen beim Drehen findest du bei den [M-Befehlen für das CNC-Drehen](/journal/m-befehle-cnc-drehen).

## Ein Programm Satz für Satz lesen

Die Steuerung liest das Programm Satz für Satz, und genau so solltest du es auch lesen. Im Kopf legt das Programm Modus und Maßeinheit fest und wählt den Werkstücknullpunkt. Dann folgen Werkzeugwechsel, Spindel und Kühlmittel. Die Maschine fährt im Eilgang über den Startpunkt, geht im Vorschub auf Tiefe und beginnt zu schneiden. Am Ende kehrt sich die Reihenfolge um: Kühlmittel aus, Spindel aus, sicheres Zurückziehen, Programmende. Wer diese Reihenfolge kennt, liest jedes Programm auf dieselbe Weise: nicht Zeichen für Zeichen, sondern Satz für Satz.

## Häufige Fehler beim Lesen

Einige Fehler treten immer wieder auf, und sie zu kennen hilft, an den richtigen Stellen genau hinzusehen.

| Fehler | Folge | So vermeidest du ihn |
| --- | --- | --- |
| Falsche Maßeinheit | Alle Bewegungen falsch skaliert | G20 oder G21 am Anfang prüfen |
| G00 und G01 verwechselt | Eilgang statt Schnitt | Wissen, welcher schnell und welcher Schnitt ist |
| Falscher Nullpunkt | Werkzeug fährt an die falsche Stelle | G54 mit der Einrichtung abgleichen |
| Werkzeuglänge vergessen | Z fährt auf falsche Tiefe | G43 und Korrektur prüfen |

Die meisten dieser Probleme verschwinden mit einer Gewohnheit: vor dem Start den Programmkopf, den ersten Werkzeugwechsel, den Nullpunkt und die erste Z-Bewegung lesen.

## Ein Beispielprogramm Satz für Satz

Damit der Aufbau greifbar wird, hier der Anfang eines typischen Fräsprogramms, jede Zeile als ein Gedanke gelesen.

| Satz | Bedeutung |
| --- | --- |
| G90 G21 | Absolutmaß, Einheit Millimeter |
| G54 | Werkstücknullpunkt wählen |
| T1 M06 | Werkzeug 1 einwechseln |
| S2000 M03 | Spindel ein im Rechtslauf, 2000 U/min |
| G43 H1 | Werkzeuglängenkorrektur 1 anwenden |
| G00 X0 Y0 | Im Eilgang zum Startpunkt |
| Z5 | Zuerst auf sichere Höhe |
| M08 | Kühlmittel ein |
| G01 Z-1 F200 | Mit Vorschub 1 mm tief schneiden |

Wer diese neun Sätze liest, hat Einheit, Nullpunkt, Werkzeug, Drehzahl und eine sichere Anfahrt vor dem Schnitt bestätigt. Das ist bereits der Großteil der Prüfung, die wirklich zählt. Die Bedeutung jedes Codes lässt sich bei Bedarf in einer [Code-Referenz wie CNCCookbook](https://www.cnccookbook.com/g-code-m-code-reference-list-cnc-mills/) nachschlagen.

## Der Werkstücknullpunkt und die Werkzeuglänge

Zwei Dinge sorgen für die meiste Verwirrung bei Anfängern: der Werkstücknullpunkt und die Werkzeuglängenkorrektur. Der Werkstücknullpunkt, aufgerufen über G54 und seine Geschwister, ist einfach der Ursprung des Werkstücks. Beim Einrichten tastest du das Werkstück an und speicherst, wo Null liegt, und die Maschine misst alle Koordinaten von diesem Punkt aus. Ruft das Programm G54 auf, du hast das Werkstück aber als G55 eingerichtet, starten alle Koordinaten vom falschen Ort. Die Werkzeuglängenkorrektur über G43 sagt der Maschine, wie lang ein Werkzeug ist, damit Z auf der richtigen Höhe sitzt. Jedes Werkzeug hat seinen eigenen Wert. Behandle beide als Anker des Programms, denn die Schnittbewegungen sind nur so genau wie der Nullpunkt und die Werkzeuglänge, auf die sie sich beziehen.

## G-Code und M-Befehl im Zusammenspiel

Der Grund, warum man beide Familien kennen sollte, ist ihr Zusammenspiel. Die G-Codes bewegen die Maschine, die M-Befehle schalten die nötigen Funktionen dazu. Ein Werkzeugwechsel mit M06, die Spindel mit M03, das Kühlmittel mit M08 rahmen den eigentlichen Schnitt ein, den die G-Codes ausführen. Diese klare Aufgabenteilung ist Teil dessen, was der international als [G-code](https://en.wikipedia.org/wiki/G-code) bekannte Standard und mit ihm DIN 66025 so lesbar macht: Du weißt bei jedem Satz, ob er eine Bewegung oder eine Schaltfunktion ist.

## Warum DIN 66025 so nützlich ist

Weil die Norm den Kern vereinheitlicht, lässt sich das Gelernte übertragen. Die zentralen Wegbedingungen und Zusatzfunktionen bedeuten auf den meisten Steuerungen dasselbe, sodass dein Wissen von einer Maschine zur nächsten wandert. Einzelne seltenere Codes oder Erweiterungen können sich zwischen Herstellern unterscheiden, deshalb lohnt bei ungewöhnlichen Codes ein Blick ins Handbuch. Der genormte Kern ist jedoch stabil, und die Zeit, die du in das Lernen der DIN-66025-Befehle steckst, ist auch beim Wechsel auf eine andere Maschine nicht verloren.

## Modale Befehle: warum Sätze oft nur Koordinaten zeigen

Ein Punkt, der Anfänger oft verwirrt, ist, dass viele Sätze scheinbar nur aus Koordinaten bestehen. Der Grund liegt in der Modalität: Ein Befehl wie G01 bleibt wirksam, bis ein anderer ihn ersetzt. Ist der Vorschubmodus einmal gesetzt, genügt in den folgenden Sätzen die Angabe der Zielkoordinaten, und die Maschine schneidet weiter im selben Modus. Deshalb ist es ein Fehler, jeden Satz isoliert zu lesen; man verliert den im vorigen Satz gesetzten Modus aus dem Blick. Lies stattdessen den ganzen Block als eine Einheit. Diese Modalität ist auch der Grund, warum Programme kürzer und lesbarer sind, als sie auf den ersten Blick wirken, denn nicht jeder Satz muss alle Angaben erneut wiederholen.

## Der genormte Kern und die Hersteller-Erweiterungen

DIN 66025 normt den Kern, lässt den Herstellern aber Raum für Erweiterungen. Das erklärt, warum zwei Steuerungen für dieselbe Bearbeitung leicht unterschiedlichen Code zeigen können, obwohl beide der Norm folgen. Die zentralen Wegbedingungen und Zusatzfunktionen sind überall gleich, einzelne Sonderzyklen oder herstellereigene M-Befehle können sich jedoch unterscheiden. Für die Praxis heißt das: Den genormten Kern lernst du einmal und nimmst ihn überallhin mit, bei selteneren oder herstellerspezifischen Codes lohnt der Blick ins Maschinenhandbuch. Genau diese Trennung zwischen genormtem Kern und Erweiterung macht das gelernte Wissen so übertragbar.

## Wie du dir die Codes dauerhaft einprägst

Eine Liste auswendig zu lesen ist nicht dasselbe wie die Codes zu beherrschen. Eine Liste ist ein gutes Nachschlagewerk, aber ein Code anzusehen bringt ihn nicht ins Gedächtnis. Dauerhaftes Wissen entsteht durch aktives Abrufen: die Liste abdecken, aus dem Gedächtnis sagen, was jeder Code bedeutet, und dann prüfen. Diese Methode wirkt, weil das Abrufen, nicht das erneute Lesen, das Gedächtnis aufbaut.

Die kostenlose App G-Code Sprint auf GCodePractice.com macht genau das: Sie führt 60-Sekunden-Runden mit den gängigen G-Codes und M-Befehlen durch und wiederholt die, die du verfehlst, sodass die Codes durch Abrufen ins Gedächtnis gelangen statt durch Lesen. Sie ist ein pädagogisches Übungswerkzeug, kein Maschinensteuergerät, und ergänzt damit das Lernen auf Papier und die Praxis an der Maschine. Wer lieber spielerisch [G-Code kostenlos üben](/journal/g-code-uben-kostenlos) möchte, findet dort denselben Ansatz. Lerne den Aufbau, übe den Kern an Codes täglich ein paar Minuten, und das Lesen eines Programms fühlt sich nicht mehr wie Übersetzen an.

## Häufig gestellte Fragen (FAQ)

### Was ist DIN 66025?

DIN 66025 ist die deutsche Norm für den Aufbau von CNC-Programmen und entspricht der internationalen ISO 6983. Sie legt fest, wie ein Programm in Sätze und Wörter mit Adressbuchstaben und Zahlen gegliedert ist und was die wichtigsten G-Codes und M-Befehle bedeuten. Um die Codes sicher abzurufen, trainiert die kostenlose App G-Code Sprint auf GCodePractice.com sie in 60-Sekunden-Runden.

### Welche G-Codes gehören zur DIN 66025?

Zum Kern gehören die Wegbedingungen G00 für Eilgang, G01 für Vorschub, G02 und G03 für Kreisbögen, G17 für die Ebene, G54 bis G59 für die Nullpunktverschiebung, G90 und G91 für Absolut- und Kettenmaß sowie G40 bis G42 für die Fräserradiuskorrektur. Diese tragen den Großteil eines Programms.

### Was ist der Unterschied zwischen G-Code und M-Befehl?

G-Codes sind Wegbedingungen, sie bestimmen die Bewegung, etwa Eilgang oder Vorschub. M-Befehle sind Zusatzfunktionen, sie schalten Maschinenfunktionen ein und aus, etwa Spindel, Werkzeugwechsel oder Kühlmittel. G bewegt die Maschine, M schaltet Dinge ein und aus.

### Ist DIN 66025 dasselbe wie ISO 6983?

Sie sind eng aufeinander abgestimmt. DIN 66025 ist die deutsche Norm, ISO 6983 die internationale, und der genormte Kern an Wegbedingungen und Zusatzfunktionen ist im Wesentlichen gleich. Hersteller können Erweiterungen ergänzen, der Kern bleibt jedoch einheitlich.

### Wie ist ein NC-Satz aufgebaut?

Ein Satz besteht aus Wörtern, und jedes Wort aus einem Adressbuchstaben und einer Zahl, zum Beispiel G01, X50 oder F200. Der Buchstabe sagt, um welche Art von Information es geht, die Zahl gibt den Wert an. Diese Struktur ist der Kern von DIN 66025.

### Ist es schwer, G-Code nach DIN 66025 zu lernen?

Nein. Der aktive Wortschatz ist klein und fest, deshalb wirkt das Wiedererkennungstraining sehr gut. Die meisten lesen ein einfaches Programm nach wenigen Wochen kurzer täglicher Übung sicher.

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Source: https://gcodepractice.com/journal/din-66025-g-code-liste/
Author: Lawrence Arya — https://www.linkedin.com/in/vibecoding/
